Berufsfachschule für Sozialassistenz
Unterricht und Handlungsfelder
Grundlage der Ausbildung ist der Bildungsplan für die Berufsfachschule, der zum Berufsabschluss nach Landesrecht "Staatlich geprüfter Sozialassistent / Staatlich geprüfte Sozialassistentin" führt.
Demnach umfasst die Stundentafel ca. 36 Wochenstunden, verteilt auf:
Berufsbezogener Lernbereich
Fächer des fachlichen Schwerpunktes:
- Arbeitsorganisation und Recht (2 Stunden)
- Erziehung und Soziales (6 Stunden)
- Gesundheitsförderung und Pflege (11 Stunden)
- Mathematik (2-3 Stunden)
- Englisch (2-3 Stunden)
Berufsübergreifender Bereich
- Deutsch/Kommunikation (2-3 Stunden)
- Religionslehre (1-2 Stunden)
- Sport und Gesundheitsförderung (2 Stunden)
- Politik/Gesellschaftslehre (1-2 Stunden)
Differenzierungsbereich
- Gestaltung (2 Stunden)
- Spiel (2 Stunden)
- Musik (2 Stunden)
Didaktische Struktur
Die didaktische Struktur des Bildungsgang wird bestimmt durch die Zielsetzung "Entwicklung von beruflicher Handlungskompetenz" in zwei Ausbildungsphasen:
1. Orientierung im Berufsfeld
Dazu gehört die Entwicklung eines Berufsrollenverständnisses durch Sammlung erster Handlungserfahrungen, das dem weiteren Lernen Motiv und Richtung geben soll. Außerdem wird in dieser Phase die Beobachtungsfähigkeit entwickelt, insbesondere eine reflektierte Fremdwahrnehmung (Empathie).
2. Entwicklung einer Beruflichen Handlungskompetenz in drei Handlungsfeldern
Das berufliche Handeln steht in allen Ausbildungsphasen im Zentrum. Ausgehend von beruflichen Handlungssituationen werden theoretische Kenntnisse und praktische Handlungskonsequenzen erarbeitet und erprobt. Eine beständige Reflexion fördert die Entwicklung und Erweiterung eigener Handlungsmuster und - Konzepte.
So werden Sozialassistenten/Sozialassistentinnen durch die Ausbildung befähigt, personal, sozial und fachlich kompetent in den unterschiedlichen beruflichen Handlungssituationen tätig zu werden.
Die Auszubildenden lernen folgende drei Handlungsfelder kennen:
1. Kinder und Heranwachsende in häuslichen oder sozialpädagogischen Einrichtungen, Schwerpunkt Kindertageseinrichtungen
2. Menschen mit Behinderungen in Privathaushalten oder Einrichtungen der Lebenshilfe, Schwerpunkt Wohnheime und Werkstätten
3. Alte Menschen in Privathaushalten oder Einrichtungen der Altenpflege, Schwerpunkt Tages- oder vollstationäre Pflege.
Während der zweijährigen Ausbildungszeit zum Sozialassistenten, zur Sozialassistentin werden die in der Schule entwickelten Kompetenzen in je einem Blockpraktikum pro Halbjahr gefestigt, reflektiert und erweitert.
Dies geschieht nach folgender Struktur:
Handlungsfelder | Praxisstellen (in der Regel) | Zeitpunkt während der Ausbildung und Umfang |
Kinder | (integrative) Kindertagesstätten | Praktika im 1. Schulhalbjahr: |
Menschen mit Behinderung | Einrichtungen der Lebenshilfe für Menschen mit Behinderungen: Wohngruppen, Werkstätten | Praktika im 2. Schulhalbjahr: |
Alte und kranke Menschen | Altersheime Demenz-WG Tagespflege
| Praktika im 2. Ausbildungsjahr: |
Ergänzend werden fächerübergreifende Projekte oder Lernaufgaben passend zum jeweiligen Handlungsfeld zur Unterstützung von selbst organisierten Lernprozessen umgesetzt.




